login
Werbung
Suchkriterien löschen
Werbung

Sylvias Schlusswort 2026 ist das internationale Jahr der Betriebsleiterinnen.


War es, oder heisst es noch immer «die Bäuerin» oder der Spruch «ich bin die Frau des Bauern», nicht die Bäuerin, so als ob der Beruf Bäuerin keinen Stellenwert hätte.
Früher war die Frau eines Landwirts die gute Seele eines Betriebs und eine billige Hilfskraft. Sie zog die Kinder gross, kochte, erledigte den Haushalt und war zuständig für den Garten und den Blumenschmuck rund ums Haus. Zu ihren Pflichten gehörte auch die Betreuung der Hühner und die Versorgung von Hund und Katze. Oft kümmerte sie sich obendrein um die Eltern ihres Mannes. Kein Wunder, dass der Beruf einer Bäuerin nicht sehr beliebt war, zumal die Landwirtschaft eine männliche Domäne war. Dass immer mehr junge Landwirte Mühe hatten, eine Frau zu finden und ledig blieben. Doch in den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel bewegt.
Heute sind junge Frauen selbstbewusst und eigenständig. Oft haben sie eine Lehre in der Landwirtschaft absolviert und sind somit «Bäuerin mit Fachausweis» oder «diplomierte Bäuerin HFP| Landwirtin». Nicht selten verfügen sie über eine Zusatzausbildung mit dem eidgenössischen Fachausweis einer Betriebsleiterin. Aber auch Frauen aus anderen Berufen|Quereinsteigerinnen übernehmen mit Erfolg die Aufgaben, einen Hof zu führen. Oft sind es Spezialistinnen. Je nach Vorlieben oder Ausbildung versorgen sie Tiere fachgerecht, betreiben Obstbau und so nebenbei führen sie einen Hofladen und machen ihn mit modernen Marketingmethoden zu einem lukrativen Nebeneinkommen.
Zahlen: Der Schweizerische Bäuerinnen-und Landfrauenverband zählt rund 50’000 Mitglieder. Er hat das Ziel, die Interessen aller Frauen in der Landwirtschaft zu vertreten und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Rund 37% der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte sind Frauen. 25% derer, die eine landwirtschaftliche Lehre beginnen, sind Frauen. 7,7% der landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geleitet.

Abbildungen Sylvia Kälin